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Der Kampf von Sonne und Regen |
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| Pascal Koller |
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Liebevoll wurde das zarte Pflänzlein gepflegt. Der Regen spendete ihm das nötige Nass und die Sonne Licht und Wärme. Es wuchs gut heran. Mal regnete es, dann schien die Sonne wieder, trocknete die feuchte Erde und schenkte dem Pflänzchen Licht. Dann benetzte der Regen die Erde von neuem und diese wurde wiederum von der Sonne getrocknet. Eines Tages dachte die Sonne: "Immer wenn ich die Erde getrocknet habe, ziehen Wolken auf und der Regen benetzt die Erde erneut. Und ich muss sie dann abermals trocknen", und sie brannte ein wenig kräftiger als zuvor. Der Regen: "Immer wenn ich die Erde befeuchtet habe, kommt die Sonne und trocknet sie aus. Und ich muss sie dann wieder netzen!" Und er regnete stärker. Leicht genervt bemerkte dies die Sonne: "Jetzt reichts dann, das Pflänzchen wird ja noch ertrinken." Und um das zu verhindern, ver-stärkte sie ihre Strahlung. Die Wolken verzogen sich und lösten sich auf. Die Sonne brannte weiter auf die Erde. Der Regen seufzte: "Ach nein, die Sonne brennt viel zu heftig, das Pflänzchen wird noch verdorren." Und es fing an in Strömen zu regnen. Wütend sah dies die Sonne und schickte beissende Hitze nieder. Als Anwort fing es an wie aus Kübeln zu schütten. Dies trieb die Sonne zur Weissglut. Wütend entfachte sie verheerende Brände. Sintflutartig peitschende Hiebe stürzten nieder. Hänge rutschten ab. Flammende Wände der Zerstörung feuerten empor. Gewaltige Wassermassen türmten sich auf und donnerten wuchtig gegeneinander. Teuflisch lo-dernde Sturzbäche von Lava breschten eine Schneise ins schreiende Wasser. Rabenschwarze
Nacht, Ein
Kampf der Giganten - |
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Pascal Koller
www.mondfeuer.ch |
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