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Die Gefahr der Minenbleistifte |
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| Pascal Koller |
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| Minenbleistifte heissen so, weil sie sehr gefährlich sind. Viele Leute wissen dies nicht. Denn meistens geschieht ja auch nicht viel. Aber wenn ihr im falschen Rhythmus auf den Knopf drückt, dann explodieren sie. Ein Junge hatte mal in der Schule während einer Prüfung an seinem Bleistift herumgetippt. Da gab es einen Knall und alle Prüfungen und Hefte, alle Etuis und Schreiber, alle Bänke und Stühle flogen quer durchs Zimmer. Das war vielleicht eine Riesen-Schweinerei. Die Schüler mussten dann die Prüfung später wiederholen. Oder ich kannte mal ein Mädchen mit vielen Sommersprossen und frechen roten Zöpfen. Die bohrte mit ihrem Minenbleistift in der Nase rum. Aber ich möchte euch noch was anderes erzählen. Ihr habt sicher schon gehört, dass es Landminenbleistifte und Stadtminenbleistifte gibt. Der Unterschied ist einfach: Stadtminenbleistifte werden in der Stadt angepflanzt (oft in den Pärken) und Landminenbleistifte auf dem Land. Diese Felder heissen dann Minenfelder. Fast alle findet ihr in armen Ländern. Bei uns pflanzt sie fast keiner an, weil es zu gefährlich ist. Und weil die Leute dort so arm sind, düngen sie ihre Felder. So ha-ben sie einen grösseren Ertrag. Aber dadurch werden die Felder noch gefährlicher. So fliegt immer wieder mal eins in die Luft. Und weil sie Angst haben, leben fast keine Menschen mehr in der Nähe der Minenfelder. So einfach ist das. Und wenn ihr es ganz genau wissen wollt, schaut mal auf euren Minenbleistiften nach. Dort könnt ihr lesen, woher sie kommen. Meist steht darauf „made in“ und dann das Land, wo sie angebaut und geerntet wurden. |
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Pascal Koller
www.mondfeuer.ch |
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